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Telematik im ÖPNV in Deutschland / Telematics in Public Transport in Germany

Erstellt am: 13.09.2002
Autoren:   Verband Deutscher Verkehrsunternehmen
Erscheinungsjahr / -datum:   2001
Herausgeber:   Bundesministerium für Digitales und Verkehr
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen
VDV-Förderkreis
Verlag / Ort:   Alba Fachverlag, Postfach 110150, Düsseldorf
Seiten:   588
Zitiert als:   [VDV01b]
Art der Veröffentlichung:   Beitrag in einer Zeitung / Zeitschrift / Journal / Schriftenreihe
Sprache:   durchgehend deutsch / englisch
ISBN oder ISSN:   3-87094-648-2
Sonstige Informationen:   588 Seiten, Hardcover, Format 20,5 x 22 cm, 116 Tabellen, 203 Grafiken, 88 Vierfarbfotos, 116,- DM (59,30 Euro)
Review
Erstellt am: 24.11.2003 | Stand des Wissens: 24.11.2003

Ansprechperson:
Ziel / Zweck
Moderne Kommunikationsmedien wurden in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. Im Verkehrsbereich wird diese Tatsache anhand zunehmender Telematikanwendungen deutlich, durch die eine Steuerung und Gestaltung des Verkehrsgeschehens zu erreichen sind.
Im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bewirken Telematikanwendungen insbesondere eine Qualitäts- und Attraktivitätssteigerung. Diese äußern sich u.a. in Fahrtzeitverkürzungen, in der Optimierung des Informationstransfers sowie in Sicherheits- und Zuverlässigkeitssteigerungen.
Dieses Werk präsentiert das zunehmend breiter werdende Einsatzfeld verfügbarer Telematiklösungen für den ÖPNV. Ferner werden Teilbereiche vorgestellt, die noch Entwicklungspotenzial besitzen.

Methodik und Durchführung
  • Literaturauswertung
Zusammenstellung und Erläuterung von Telematikanwendungen in Deutschland.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Telematiksysteme dienen im Wesentlichen der Kommunikation zwischen
  • Leitstelle und Fahrern,
  • Fahrzeugen und Streckeneinrichtungen,
  • Leitstelle und Haltestelle,
  • Dispositionszentrale und Personal,
  • Fahrzeugen und Betriebshof,
  • Fahrzeugen untereinander und
  • Leitstelle und Kunden.
Die Ortung der Fahrzeuge des Öffentlichen Personenverkehrs und des Individualverkehrs im Netz wird in Zukunft eine besondere Rolle einnehmen. Die notwendige Genauigkeit dabei ist insbesondere von dem Anwendungszweck abhängig. Eine Lichtsignalanlagen-Beeinflussung dient der Bevorrechtigung des ÖPNV gegenüber dem MIV. Diese Möglichkeit wird durch eine entsprechend ausgerüstete Rechnergestützte Betriebsleitzentrale (RBL) erweitert, da u.a. bezüglich des Fahrzeugstandortes ein ständiger Soll-Ist-Vergleich gewährleistet wird, was insbesondere bei dem Einsatz von dynamischen Fahrgastinformationssystemen erforderlich ist.
Besondere Zugangshemmnisse im ÖPNV entstehen durch den Bezahlungsvorgang sowie durch die Ermittlung des günstigsten Preises. Hier schaffen elektronische Zahlungssysteme (z.B. die kontaktlose Chipkarte) Abhilfe. Auch flexiblen Bedienungsformen können durch die zunehmende Verbreitung der Mobilfunk-Kommunikation und die damit optimierbare Datenübertragung zwischen Fahrgast und Dispositionszentrale verbessert werden.
Weiterhin kommen Telematiksysteme in folgenden Teilbereichen des ÖPNV zur Anwendung:
  • Fahrgastsicherheit (Notrufsäulen, Lautsprecheranlagen)
  • Betriebshofmanagement (Planungssysteme, Fahrzeugdisposition)
  • Personaldisposition (Auskunftssysteme, Dienstplangestaltung)
  • Kooperatives Verkehrsmanagement (Intermodale-Verkehrsmanagement-Zentralen, Mobilitätszentralen)

Glossar

  • TelematikDer Begriff Telematik ist aus den Worten Telekommunikation und Informatik zusammengesetzt und bezeichnet Technologien, die Datenverarbeitung und Nachrichtentechnik miteinander verknüpfen.
  • Öffentlicher Personennahverkehr
    Der öffentliche Personennahverkehr ist juristisch im Personenbeförderungsgesetz (PBefG) definiert. Laut Paragraf 8, Absatz 1 und 2 umfasst der ÖPNV "die allgemein zugängliche Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, Obussen und Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen". Taxen oder Mietwagen können dieses Angebot ersetzten, ergänzen oder verdichten.
    Der Begriff ÖPNV bezieht sich in der Regel auf Strecken mit einer gesamten Reiseweite von weniger als 50 Kilometern oder einer gesamten Reisezeit von weniger als einer Stunde. Das in einer Stadt oder Region erforderliche Nahverkehrsangebot und dessen Eignung hinsichtlich Nachhaltigkeit und Klimaschutz wird in einem Nahverkehrsplan definiert und festgehalten.
Ansprechperson
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen
Bauhaus-Universität Weimar, Professur Verkehrssystemplanung, Prof. Dr.-Ing. Plank-Wiedenbeck

Auszug aus dem Forschungs-Informations-System (FIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

https://www.forschungsinformationssystem.de/?8952

Gedruckt am Sonntag, 23. Februar 2025 03:16:22