Fluggesellschaften, Flugzeughersteller und verbundene Interessengruppen
Erstellt am: 03.05.2018 | Stand des Wissens: 12.06.2023
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Den Fluggesellschaften obliegt der Betrieb von Flugzeugen, mit denen Passagiere oder Fracht befördert werden beziehungsweise wird. Hierzu gehört nicht nur die Durchführung des eigentlichen Fluges, sondern auch die Sicherstellung der dazu nötigen Fähigkeiten. Dies umfasst die Ausbildung und Schulung des Flugpersonals einerseits [DLH23], sowie die Vorhaltung von Flugzeugen in einem einwandfreien technischen Zustand durch geeignete Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen andererseits.
Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, sich von der zuständigen nationalen Luftfahrtbehörde ein Instandhaltungsprogramm genehmigen zu lassen. In diesem, für jeden Flugzeugtyp speziellen Programm, sind die Intervalle für Sicherheitschecks festgelegt. So wird beispielsweise zwischen A-, B-, C- und D-Checks unterschieden (A: alle zwei Monate; B: alle drei bis fünf Monate; C: alle 18 Monate, D: Grundüberholung alle sechs bis zehn Jahre), in denen verschiedene Flugzeugbereiche und -systeme eingeordnet sind [LHTe18a; AIRL18a]. Die durchführenden Instandhaltungsbetriebe werden ebenfalls vom Luftfahrtbundesamt überwacht und überprüft [LBA14]. Um die Sicherheit während des Fluges weiter zu erhöhen, sind Fluggesellschaften in Kooperation mit den Flugzeugherstellern bemüht, innovative und fortschrittliche Systeme in den Flugzeugmodellen zu verbauen. Ein Beispiel hierfür ist das, sich aktuell in der Entwicklung befindliche, sogenannte Trajectory Recovery System (TRS), das im Fall eines Kontrollverlusts die Piloten beim Treffen von Gegenmaßnahmen unterstützt [KaBe16].
Interessensgruppen aus dem Umfeld der Flugzeughersteller und Fluglinien, beispielswiese Industrieverbände oder Gewerkschaften, beschäftigen sich ebenfalls mit der Sicherheit im Flugverkehr. Sie begleiten und hinterfragen aktuelle Entwicklungen und tragen zum Erfahrungsaustausch bezüglich der Sicherheitsmaßnahmen bei [VC22]. So werden zum Beispiel die Vorfeldchecks von Flugzeugen aus Drittstaaten, das sogenannte Safety Assessment of Foreign Aircraft (SAFA) Programm der Europäischen Union, begrüßt [EASA18b]. Das Führen von schwarzen Listen, in denen Fluggesellschaften vermerkt werden, die Sicherheitsstandards nicht erfüllen, wird jedoch kritisch gesehen.