Klimaschutzziele und Maßnahmen
Erstellt am: 20.11.2023 | Stand des Wissens: 02.09.2024
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Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung. Multilaterale Organisationen, allen voran die Vereinten Nationen (United Nations, UN), sind daher wichtige Akteure, um als Weltgemeinschaft den globalen Klimaschutz voranzutreiben. Auf den jährlichen Vertragsstaatenkonferenzen (Conferences of the Parties, COP) oder auch UN-Klimakonferenzen genannt, müssen die aktuell 198 Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) zu einstimmigen klimapolitischen Beschlüssen kommen. Dabei schließen sich viele der Vertragsstaaten zu kleineren Gruppierungen zusammen, um gemeinsam ihre Interessen zu vertreten. So gibt es beispielsweise Gruppierungen von Inselstaaten, afrikanischen Ländern, Entwicklungsländern und Industrieländern. Eine einflussreiche Gruppierung unter den Industrieländern bildet die Europäische Union (EU). Ihre Mitgliedsstaaten sind ebenso individuelle Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention. Entsprechend werden die Interessen Deutschlands auch unabhängig von der EU auf den UN-Klimakonferenzen vertreten [Frah22; UN23a]. Im Allgemeinen sind die Klimaschutzbemühungen der deutschen Bundesregierung jedoch in die Klimaschutzprozesse der UN und der EU eingebettet. Internationale Vereinbarungen zum Klimaschutz weisen den Weg der deutschen Klimapolitik. Hierzu zählen das Übereinkommen von Paris aus dem Jahr 2015 (Pariser Klimaabkommen), das Europäische Klimagesetz (Verordnung (EU) 2021/1119) sowie weitere Vereinbarungen [UBA22p].
Die wichtigsten Klimaschutzziele sowie Abkommen, Strategien und Instrumente auf globaler, europäischer und nationaler Ebene sind nachfolgend dargestellt (siehe Tabelle 1). Dabei wurden nur solche Klimaschutzziele aufgeführt, die sich auf die Mitigation, also auf die Eindämmung des Klimawandels durch die Verringerung der Treibhausgasemissionen beziehen. Darüber hinaus gibt es auf allen Ebenen Zielsetzungen, die die Adaption, also die Anpassung an die Klimafolgen adressieren [Frah22].
Die wichtigsten Klimaschutzziele sowie Abkommen, Strategien und Instrumente auf globaler, europäischer und nationaler Ebene sind nachfolgend dargestellt (siehe Tabelle 1). Dabei wurden nur solche Klimaschutzziele aufgeführt, die sich auf die Mitigation, also auf die Eindämmung des Klimawandels durch die Verringerung der Treibhausgasemissionen beziehen. Darüber hinaus gibt es auf allen Ebenen Zielsetzungen, die die Adaption, also die Anpassung an die Klimafolgen adressieren [Frah22].
Im Pariser Klimaabkommen hat die Weltgemeinschaft vereinbart, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Selbst, wenn dieses Ziel nicht erreicht werden sollte, fordert der sogenannte Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC), die Erderwärmung so gering wie möglich zu halten. Denn mit jedem Zehntelgrad Temperaturanstieg würden sich die negativen Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen und das Zusammenleben der Menschen und Tiere verstärken [BReg23d]. Die nachfolgende Tabelle fasst auf globaler, europäischer und nationaler Ebene den Stand der Klimaschutzziele zusammen und stellt dar, wie nach wissenschaftlichem Konsens die Emissionsentwicklung für die kommende Zeit einzuschätzen ist.

In den Syntheseberichten der Wissenslandkarte "Klimawandel und Verkehr" werden die Klimaschutzbemühungen auf der globalen, europäischen und nationalen Ebene genauer beschrieben. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf den relevanten Abkommen, Strategien und Instrumenten.