Erwartete Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Erstellt am: 29.08.2020 | Stand des Wissens: 01.08.2024
Synthesebericht gehört zu:
Für die nächsten Jahre wird ein Wachstum der Welthandelsflotte prognostiziert, wodurch die erwartete Nachfrage nach Seeleuten wächst. Trotz verbessertem Rekrutierungs- und Ausbildungsniveau wird bis zum Jahr 2026 ein Mangel an 90.000 Offizieren erwartet [VDR23aa]. Schon jetzt zeigt sich, dass sich Seeleute mit höherer Qualifikation in einer sehr komfortablen Arbeitsmarktsituation befinden, da die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt. Begründen lässt sich der Mangel an Fachpersonal unter anderem durch die langen Aufenthalte auf See. Diese bedeuten starke Einschränkungen hinsichtlich sozialer Kontakte der Besatzung [HSBA18, S. 18].
Autonome Schiffe können Chancen darstellen, die Situation des Arbeitsmarkts zukünftig zu entspannen. Gleichzeitig ergeben sich auch Herausforderungen für den Arbeitsmarkt durch die Etablierung autonomer Schiffe im seeseitigen Transport. Auf der einen Seite findet eine Verschiebung der Berufe in der Schifffahrt von herkömmlichen Seeleuten hin zu Fachpersonal in den Kontrollzentren statt und auf der anderen Seite sind rechtliche Aspekte für die veränderte Rolle der Seeleute zu klären. Seeleute, die für autonome Schiffe arbeiten, werden künftig ihre Kompetenzen erweitern müssen. Autonome Schiffe erfordern ein verstärktes Wissen im Bereich der Informationstechnik. Die Seeleute der Zukunft benötigen somit kombiniertes Wissen aus maritimen und digitalen Fähigkeiten in drei allgemeinen Bereichen:
Autonome Schiffe können Chancen darstellen, die Situation des Arbeitsmarkts zukünftig zu entspannen. Gleichzeitig ergeben sich auch Herausforderungen für den Arbeitsmarkt durch die Etablierung autonomer Schiffe im seeseitigen Transport. Auf der einen Seite findet eine Verschiebung der Berufe in der Schifffahrt von herkömmlichen Seeleuten hin zu Fachpersonal in den Kontrollzentren statt und auf der anderen Seite sind rechtliche Aspekte für die veränderte Rolle der Seeleute zu klären. Seeleute, die für autonome Schiffe arbeiten, werden künftig ihre Kompetenzen erweitern müssen. Autonome Schiffe erfordern ein verstärktes Wissen im Bereich der Informationstechnik. Die Seeleute der Zukunft benötigen somit kombiniertes Wissen aus maritimen und digitalen Fähigkeiten in drei allgemeinen Bereichen:
- Datenfluss und die Fähigkeit, große Datenmengen zu interpretieren und analysieren.
- Digitaler Betrieb von Geräten.
- Softwareentwicklung von Grundlagenprogrammen und Systeme [WMU19, S. 83].
Ein zu erwartendes Problem bringt das Internationale Übereinkommen über Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungszeugnissen und den Wachdienst von Seeleuten (STCW) der IMO mit sich. Das Übereinkommen schreibt vor, dass die Ausbildung und Zertifizierung von Seeleuten mit einer angemessenen Zeit im Seedienst einhergeht [IMO19a]. Dies gilt auch für zertifizierte Seeleute, die autonome Schiffe vom Kontrollzentrum aus überwachen [Karl18, S. 122123]. Für die Ausbildung wird eine Spanne zwischen 12 und 36 Monaten als angemessen definiert [IMO19a]. Zukünftig bräuchten Reeder unbemannter Schiffe also zusätzliche bemannte Schiffe, um Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen zu können.