Bestehende und geplante On/Offshore-Windparks
Erstellt am: 27.02.2013 | Stand des Wissens: 18.03.2025
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Im Jahr 2010 erzeugte Europa, vorrangig durch Deutschland, Spanien und Dänemark, etwa 75 Gigawatt Nennleistung an Windenergie. Im Jahr 2021 konnten bereits 237 Gigawatt durch eine immer größer werdende Anzahl an EU-Ländern mit Windenergienutzung gewonnen werden. Damit liegt Europa hinter Spitzenreiter Asien (404 Gigawatt) und vor Nordamerika (201 Gigawatt) [GWEC18, S. 2]. Im Jahr 2023 hatte Europa das Rekordjahr mit einer zusätzlichen Stromgewinnung aus Windenergie von 18,3 Gigawatt [GWEC24a, S. 140]. Europa deckt etwa 26 Prozent des europäischen Strombedarfs durch Stromgewinnung aus Windenergieanlagen ab und verzeichnet weiterhin länderübergreifend ein starkes Wachstum [GWEC24a, S.158].
In Deutschland wird einerseits von einer steigenden Anzahl an Onshore-Windenergieanlagen ausgegangen, gleichfalls jedoch auch von einer Verbesserung von deren Ertragsausbeute, welche im Rahmen der "Repowering-Konzepte" zu erwarten ist. Dabei werden bereits bestehende Windenergieanlagen, aufgrund altersbedingter geringerer Energieeffizienz, durch größere, modernere und ökonomischere Anlagen ersetzt. Im Rahmen der Zukunftsanalyse der deutschen Windenergiebranche erstellte der Bundesverband WindEnergie e.V. eine "Studie zum Potenzial der Windenergienutzung an Land" [BWE12a]. Es wurden geeignete Flächen für Windenergieanlagen mit Hilfe von Geographischen Informationssystemen (GIS) auf Ihre Plausibilität geprüft. Die Studie zeigt im Ergebnis, dass 8 Prozent der gesamten deutschen Landfläche für die Windenergienutzung uneingeschränkt zur Verfügung stehen, da diese unter anderem außerhalb von Wäldern und Schutzgebieten liegen. Zudem geht aus der Studie deutlich hervor, dass sich das Flächenpotenzial auf das gesamte Bundesgebiet verteilt und nicht auf die bisher am stärksten Windenergie erzeugenden norddeutschen Bundesländer beschränkt [BWE12a]. Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung kommt für Bayern zu dem Ergebnis, dass unter Berücksichtigung der Gebäude auf Wohnbauflächen und Flächen gemischter Nutzung mit einer Abstandsfläche von 2000 Metern 1,7 Prozent der Landfläche zur Windenergienutzung zur Verfügung steht. Wird die Abstandsfläche auf 2400 Meter erhöht, so sinkt die verfügbare Fläche auf 0,9 Prozent der Landesfläche [BBSR14a].
Studien über die Entwicklung der Onshore-Windparks auf deutschem Festland bestätigen einen weiterhin wachsenden Trend der Nutzung alternativer Energiequellen. Die Anlagen in Deutschland erzeugten im Jahr 2021 etwa 56,8 Gigawatt Nennleistung.
![Abbildung 1: Die weltweit größten Offshore-Windenergieproduzenten (eigene Darstellung nach [Eintrag-Id:536554 S. 53]) Offshore Kapazitaet 2017 - 2018.PNG](/servlet/is/406024/Offshore_21.png)
![Abbildung 2: Die weltweit größten Onshore-Windenergieproduzenten (eigene Darstellung nach [Eintrag-Id:536554 , S. 53]) Onshore Kapazitaet 2017-2018.PNG](/servlet/is/406024/Onshore_21.png)
Abbildung 2: Die weltweit größten Onshore-Windenergieproduzenten (eigene Darstellung nach [GWEC22, S. 112])
Für Europa ging die European Wind Energy Association (EWEA) für das Jahr 2020 von einer installierten Offshore-Windenergieleistung von 40 Gigawatt aus [EWEA11a]. Mit einer Offshore-Windleistung von 28 Gigawatt im Jahr 2021 liegt Europa deutliche hinter dieser Prognose. 2021 waren die drei größten Offshore-Windenergieproduzenten gemessen an der installierten Energieleistung das Vereinigte Königreich, Deutschland und die Niederlande [GWEC22 S. 112]. Anders als in China hat es zwischen den Jahren 2022 und 2023 hat es im Vergleich mit den Vorjahren in Europa in der Onshore-Windproduktion einen Rückgang von 2,2 Prozent gegeben. In China ist in diesem Zeitraum ein insgesamter Anstieg bei der Onshore-Windproduktion von 36,7 Prozent verzeichnet werden. Im totalen Weltvergleich hat es zwischen den Jahren 2022 und 2023 einen Wachstumsanstieg in der Windenergie von bis zu 50 Prozent gegeben. Im Jahr 2023 wurde weltweit eine Off- und Onshorewindenergieleistung von 222,4 GW verzeichnet [GWEC24a].


Abbildung 4: Die weltweit meisten Installationen von Offshore-Anlagen (eigene Darstellung nach [GWEC24a])