Rahmendaten zu Elektrofahrrädern
Erstellt am: 27.06.2011 | Stand des Wissens: 02.11.2023
Synthesebericht gehört zu:
Ansprechperson
TU Dresden, Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike
Entwicklung:
Die Idee, das Fahrrad zu motorisieren, existiert bereits seit der Erfindung des Fahrrads selbst. Bereits in den 1890ern wurden erste Patente für ein elektrisch angetriebenes Fahrrad eingereicht [Libb1897]. Als einer der ersten in Serie entwickelten Elektrofahrräder wurden von der Firma Fichtel & Sachs die "Saxonette" mit einem Motor an der Hinterradnabe produziert.
Die Idee, das Fahrrad zu motorisieren, existiert bereits seit der Erfindung des Fahrrads selbst. Bereits in den 1890ern wurden erste Patente für ein elektrisch angetriebenes Fahrrad eingereicht [Libb1897]. Als einer der ersten in Serie entwickelten Elektrofahrräder wurden von der Firma Fichtel & Sachs die "Saxonette" mit einem Motor an der Hinterradnabe produziert.
Ein Pedelec, bei dem nur das Treten unterstützt wird, gibt es seit den 1980ern [Gel85]. Das Unternehmen Velocity brachte mit dem "Dolphin" das erste Pedelec in Serie heraus [Boll10].
1972 produzierte die Firma Solo ihr Elektrozweirad "Electra" in großer Stückzahl und verkaufte es auf Grund der Ölkrise absatzstark. Beide Elektrofahrräder wurden jedoch nach kurzer Markteinführung nicht mehr produziert. Die Akkus waren zu groß und zu schwer und konnten nicht über längere Zeit Energie speichern, sodass die Reichweite nur auf wenige Kilometer begrenzt war. Das Fahren mit Elektrofahrrädern wurde damit zunächst unattraktiv [Belz06].
Mit den knapper werdenden Energieressourcen setzte ein Umdenken bei Produzenten und Verbrauchern ein. 1990 entwickelte der Fahrradhersteller Hercules in Deutschland unter Mitarbeit der TU Berlin und der Firma Sachs das Elektrofahrrad Hercules Electra (EFA). Für dieses Elektrofahrrad konnte der Hersteller Hercules 1990 die Leichtmofaverordnung durchsetzen. Das Modell ging in Serie und wurde über 19.000 Mal verkauft [Boll10].
Die Entwicklung von Akku- und Brennstoffzellen wurde in den 1990er Jahren stark vorangetrieben. Hersteller wie Swissbee, Yamaha oder Swiss Flyer haben sich am Markt mit neuen Technologien durchgesetzt. Yamaha entwickelte 1994 die PAS Technologie (Power Assist System) und legte damit den Grundstein für die heutigen Elektrofahrräder [Belz06; Boll10].
Verkaufszahlen:
Asien spielt bislang eine Vorreiterrolle bei der großflächigen Einführung von Elektrofahrrädern. China hat dabei den weltweit größten Markt, wobei dort vor allem E-Bikes dominieren. Das sehr hohe Verkaufsvolumen liegt darin begründet, dass in allen Städten Mopeds und Scooter mit Verbrennungsmotoren verboten sind und Elektrofahrräder nun eine nahe liegende Alternative darstellen [Roet10].
1972 produzierte die Firma Solo ihr Elektrozweirad "Electra" in großer Stückzahl und verkaufte es auf Grund der Ölkrise absatzstark. Beide Elektrofahrräder wurden jedoch nach kurzer Markteinführung nicht mehr produziert. Die Akkus waren zu groß und zu schwer und konnten nicht über längere Zeit Energie speichern, sodass die Reichweite nur auf wenige Kilometer begrenzt war. Das Fahren mit Elektrofahrrädern wurde damit zunächst unattraktiv [Belz06].
Mit den knapper werdenden Energieressourcen setzte ein Umdenken bei Produzenten und Verbrauchern ein. 1990 entwickelte der Fahrradhersteller Hercules in Deutschland unter Mitarbeit der TU Berlin und der Firma Sachs das Elektrofahrrad Hercules Electra (EFA). Für dieses Elektrofahrrad konnte der Hersteller Hercules 1990 die Leichtmofaverordnung durchsetzen. Das Modell ging in Serie und wurde über 19.000 Mal verkauft [Boll10].
Die Entwicklung von Akku- und Brennstoffzellen wurde in den 1990er Jahren stark vorangetrieben. Hersteller wie Swissbee, Yamaha oder Swiss Flyer haben sich am Markt mit neuen Technologien durchgesetzt. Yamaha entwickelte 1994 die PAS Technologie (Power Assist System) und legte damit den Grundstein für die heutigen Elektrofahrräder [Belz06; Boll10].
Verkaufszahlen:
Asien spielt bislang eine Vorreiterrolle bei der großflächigen Einführung von Elektrofahrrädern. China hat dabei den weltweit größten Markt, wobei dort vor allem E-Bikes dominieren. Das sehr hohe Verkaufsvolumen liegt darin begründet, dass in allen Städten Mopeds und Scooter mit Verbrennungsmotoren verboten sind und Elektrofahrräder nun eine nahe liegende Alternative darstellen [Roet10].
In Europa stiegen die Verkaufszahlen von circa 100.000 im Jahr 2006 auf etwa 1,7 Millionen Elektrofahrräder im Jahr 2016, 21 Prozent davon in Deutschland [CON17]. 2022 wurden etwa 2,2 Millionen E-Bikes allein in Deutschland verkauft [ZIV23a].
In den Niederlanden steigt die E-Bike-Nutzung bei den 12 bis 50-Jährigen. Mittlerweile ist der Anteil der gefahrenen E-Bike-Kilometer dieser Altersgruppe von 16 Prozent im Jahr 2013 auf 25 Prozent im Jahr 2019 gestiegen. Im Jahr 2019 wurden insgesamt über 420.000 E-Bikes verkauft. Jedes vierte von zehn neu verkauften Fahrrädern ist ein Elektro-Fahrrad [KIMB20, S. 25].
In Deutschland steigt die Anzahl der verkauften Elektrofahrräder seit Jahren. 2005 wurden 25.000 E-Bikes verkauft, 2016 schon 605.000 E-Bikes und 2020 bereits 1,95 Millionen E-Bikes. Damit war 2020 mehr als jedes dritte gekaufte Fahrrad ein Elektrofahrrad. E-Trekkingräder umfassten dabei 35,5 Prozent, E-City-/Urban-Bikes 28 Prozent, E-Mountainbikes 30 Prozent, E-Lastenräder 4 Prozent, schnelle E-Bikes 0,5 Prozent und E-Rennräder 0,5 Prozent. [ZIV05, ZRIV21]. Der Bestand an Elektrofahrrädern wurde 2020 auf etwa 7,1 Millionen geschätzt [ZRIV17, ZIV05, ZIV21]. Verfügten 2015 nur 4,2 Prozent der Haushalte ein E-Bike, waren es 2020 bereits 11,4 Prozent aller Haushalte [Stat20b].
![Abbildung 1: Verkauf von Fahrrädern und E-Bikes in Deutschland nach [Eintrag-Id:487092, S. 17] 355160_Abb1_2022.png](/servlet/is/355160/355160_Abb_1_2022.png)